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Location-Tipp


Steinberg
Der Steinberg befindet sich im Alleinbesitz der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach. Er geht auf eine Gründung der Kloster Eberbacher Zisterziensermönche zurück und ist mit etwa 34 ha Rebfläche der größte zusammenhängende Weinbergsbesitz im Rheingau. Zum Schutz vor Traubendieben und Wild errichteten die Mönche eine bis zu vier Meter hohe und 3,8 Kilometer lange Mauer um ihren Lieblingsweinberg.

Heute schützt die Mauer die Traube nicht mehr vor Traubendieben, wohl aber vor den Kaltluftströmen aus dem nahen Wald. Auch erzeugt diese „Schutzmauer“ ein einzigartiges Mikroklima, das den Steinberger Weinen ihren besonderen Charakter verleiht. Es "blühe der Steinberg“ - mit diesen Worten endete der Herbstbericht von Kloster Eberbach im Jahr 1762. Der in südliche Richtung abfallende Hang erfährt Schutz gegen Westen, Norden und Osten durch das Rheingaugebirge.

Seit 1971 ist Steinberg gleichzeitig Name des Ortsteils im Sinne des Weingesetzes. Der Boden besitzt im oberen Teil einen hohen Schieferanteil, während er im unteren Teil eine tiefgründige, skelettreiche Struktur aufweist. Dort herrscht sandiger und toniger Lehm vor, der ein hervorragendes Wasserhaltevermögen garantiert. Die Trauben, die im Steinberg heranreifen, zeigen besonders vielfältige Fruchtnoten und produzieren einen sehr nuancenreichen und wertvollen Wein. Er zählt zu den meist geschätzten Rieslingen der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach.


Gemarkung Erbach Hattenheim

Bedingt durch die Nähe zu Kloster Eberbach und dem benachbarten Steinberg besaßen die Zisterziensermönche schon von Anfang an Weinberge in Hattenheim und Erbach. Von dem zu Hattenheim gehörenden Schloss Reichartshausen aus wurden Weine der Mönche auf Lastkähne verladen und nach Frankfurt oder Köln verschifft. Vor 1200 wurde der Marcobrunn „Markenborne“ genannt, von dem altdeutschen „Marko“ entsprechend dem mittelhoch-deutschen „merke“, was soviel bedeutet wie Gebiet oder Grenze.

Der Marcobrunn hat demnach seinen Namen von einem Brunnen an der Gemarkungsgrenze zwischen Erbach und Hattenheim. Die Böden des Marcobrunn sind sehr skelettarm, tiefgründig und wasserführend mit hohem Kalkgehalt. Diese an Mineralien reichen Böden sind auch für die körperreiche Art der Marcobrunner Weine verantwortlich, die sich in ihrer Jugend meist verhalten zeigen und erst im Laufe einiger Jahre zur vollen Entfaltung gelangen, sich aber dann häufig als ganz große Weine erweisen.
Die Weinberge der Lage Engelmannsberg weisen tiefgründige Lößlehme auf, teilweise Schiefer im Untergrund und zusätzlich sandige Einlagerungen. Diese Weine sind fruchtig, nachhaltig und versprechen schon frühzeitig Genuss. Die Weine des Siegelsberges, wahrscheinlich nach einem Eltviller Bäcker benannt, präsentieren sich kräftig, mit einer rassigen Säure, feiner Frucht und lassen sich lange lagern.






















 

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